...Meeresfrüchte

Veröffentlicht auf von Lea

Abenteuer Geschmacksnerven.

In Chile habe ich schon einiges kennengelernt, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Das fängt bei Pisco an und hört bei Cherimoya, Lucuma und diversen Meeresfrüchten noch längst nicht wieder auf. Aber dazu wann anders mehr.

Wie der Titel schon sagt, geht es mir heute um Meeresfrüchte. Die kann man in Chile nämlich sehr frisch kaufen und meine Familie hat eine Vorliebe dafür. Gleich zur Warnung: Die Vegetarier unter uns sollten sich die Bilder wohl besser nicht all zu genau angucken, denn zumindest die Muscheln waren noch am leben. Waren, wohlgemerkt, denn sie wurden ja erst fröhlich mit Zitronensaft beträufelt ("Schau mal, wie lustig sie sich bewegt") und dann verspeist.
Normalerweise bin ich sehr ostwestfälisch, wenn es um Probierfreude geht. Ganz nach dem Motto "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht".
Das heutige Mittagessen war deshalb um so erfreulicher für mich. Das bestand nämlich aus Fisch, Meeresfrüchten, Brot und grünem Salat.
Letztes Mal gab es Miesmuscheln und Ceviche, die Muscheln waren mir nicht ganz geheuer, mit ihren Mägen, mit Herzen, Zahn/Fuß, Darm und ich weiß nicht, was noch alles. ein bisschen Muschelfleisch habe ich probiert, aber die Organe habe ich wirklich nicht herunterbekommen.

Ich weiß nicht, ob ihr so etwas je schonmal gesehen habt, aber ich bin schon fast stolz auf mich, dass ich es über mich gebracht habe, es zu probieren. Ratet doch einfach mal, was es sein könnte!

...Meeresfrüchte
...Meeresfrüchte
...Meeresfrüchte

Erinnert an Zungen, oder? ...Haltet euch fest, es sind Seeigelzungen! Die gibt es nur in Japan und hier, weil sie ein ganz bestimmtes Klima bzw. Wassertemperatur brauchen. Sie stinken sehr und haben einen hohen Jodanteil. Ansonsten ist die Konsistenz ziemlich ...merkwürdig. Irgendwie fest und wabbelig gleichzeitig. Außerdem schmecken sie, wie sie riechen. Das wird also nicht meine neue Lieblingsspeise. Verzehrt wird diese Köstlichkeit mit ordentlich Lauchzwiebeln, Koriander, Salz und gaaanz viel Zitrone. Das ganze entweder auf Brot, oder man ist hart genug, es so zu essen. Ich nicht.

Dazu gab es dann noch Ceviche...
hmmmm, lecker, lecker! Rohfischsalat, ursprünglich aus Peru. Unser Ceviche beinhaltet Lachs, Reineta (irgendeinen "weißen" Fisch), Paprika, Lauchzwiebeln, Koriander und sehr viel Zitrone.

...Meeresfrüchte
...Meeresfrüchte

...und Muscheln, nicht so meins, aber besser als die Seeigelzungen.

...Meeresfrüchte

Die Vorspeise, das "Picoteo" war aber mal wieder sehr lecker! Meistens gibt es Chips, Nüsse, Cracker und mehr zusammen mit Soßen, Ketchup und Mayo (Mayonaise schmeckt hier übrigens auch ganz anders). Und zwar immer dann, wenn Besuch da ist, oder wenn gegrillt wird, denn irgendwie muss man die zwei Stunden, die das Fleisch braucht, umbekommen.

Cracker mit Lachspaste

Cracker mit Lachspaste

In der Hoffnung, bald mehr über das Essen in Chile zu berichten, verabschiede ich mich erstmal und gehe schlafen. Mit immer noch etwas jodigem Geschmack im Mund...

Liebe Grüße, von einer Lea, die in 54 Tage schon wieder auf der Matte steht.

Veröffentlicht in Essen

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